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100 Jahre Frauenbewegung,

100 Jahre Kampf um weibliche Rechte und Freiheit


Am 8. März 2011 feiern wir den hundertsten Frauentag, jedoch verfügen die Frauen in unserem Heimatland und viele andere Frauen auf der ganzen Welt nicht einmal über die Grund-/Menschenrechte.

Genau 100 Jahre ist es her, als 146 Frauen in der New Yorker Triangle Shirtwaist Fabrik bei einem Feuerausbruch ums Leben kamen. Diese Frauen konnten aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen und fehlenden Sicherheitsmaßnahmen den Flammen nicht entkommen. Leider sehen wir heute noch Frauen in vielen Regionen der Welt, die unter unzumutbaren sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen leben und arbeiten müssen.

8. März „Tag der Wertschätzung der Frau“ wurde im Jahr 1975 offiziell von den Vereinten Nationen als internationaler Frauentag erklärt. An diesem Tag wird die Frau in vielen Ländern geehrt. An diesem Tag feiern die Frauen gemeinsam, ehren was sie geleistet und erreicht haben und erneuern Ihr Versprechen, sich für einander einzusetzen und sich weiterhin für die Freiheit und die Gleichberechtigung zu engagieren.

Der Jahrhundertkampf der Frauen für die rechtliche Gleichstellung hat weltweit viel erreicht. Jedoch leiden die iranischen Frauen in der Tat unter äußerst frauenfeindlichen Gesetzen der islamischen Regierung. Es werden Ihnen nicht einmal die einfachsten und menschlichsten Grundrechte gewährt.

Die Frauen im Iran kämpfen, trotz starker Repressionen, Verhaftungen, Hinrichtungen und sogar Folter und Vergewaltigungen um ihre Rechte. Die mittelalterlichen Foltermethoden der islamischen Regierung im Iran konnte sie nicht davon abhalten oder von ihrem Weg abbringen. Die Frauenbewegung im Iran, die von den westlichen bzw. östlichen Frauenbewegungen inspiriert wurde, ist eine der Hauptsäulen der Demokratie und Freiheitsbewegung im heutigen Iran und wird mit Sicherheit diese auch am Leben halten.

Die Abschaffung der frauenfeindlichen Gesetze und die Abschaffung der Zwangsverschleierung im Iran.

Die Frauenrechte Neufassung:

Wir, gemeinsam mit einigen Menschen und Vereine, die an die Gleichberechtigung glauben, ersuchen Sie, uns bei unserem Vorhaben vom 3.bis 13 März zu unterstützen.

Wir wollen alle auf die Frauenrechtsverletzungen im Iran aufmerksam machen. Wir erwarten, dass alle Bürger und Bürgerinnen, alle Staatsoberhaupte, Iran für seine offensichtliche Frauenrechtsverletzung verurteilt.

Wir wollen die Abschaffung aller frauenfeindlicher Gesetze
Wir wollen die Abschaffung der Zwangsverschleierung
Wir wollen das Ende der Diskriminierung
Wir wollen das Ende der Grausamkeiten gegenüber Gefangenen
Wir wollen die Freiheit für alle politischen Gefangenen
Wir wollen eine neue Verfassung der Frauenrechtsgesetze.

Ob diese Aufmerksamkeit erweckt wird durch;

eine Veranstaltung, ein Seminar, Kundgebungen, ein Konzert, eine Ausstellung, mit sammeln von Unterschriften und ein Brief an die UNO, Ihre eigene Kreativität bzw. durch Ihre originellen Ideen etc. ist Ihnen überlassen. Die ganze Welt soll die Wahrheit erfahren.

Frauenrechte sind Menschenrechte

Frauen hinter Gitter = Freiheit hinter Gitter

Wir fordern durch verschiedene Aktionen in der Frauen-Rechts-Woche (3-13 März):

1- die UNO soll gegen die frauenfeindlichen Gesetze* im Iran Maßnahmen setzen.

2- die UNO soll ein Team nach Iran schicken, um die Situation der politischen Gefangenen zu überprüfen

* Anbei einige Beispiele zu frauenfeindlichen Gesetzen im Iran:

* In Übereinstimmung mit den Gesetzen des iranischen Regimes, trägt die Zeugenaussage einer Frau vor Gericht nur die Hälfte des Gewichts der Zeugenaussage eines Mannes.
* Das heiratsfähige Alter der Frau ist ab 13.
* Die Frau ist des Mannes Eigentum und muss ihn auch in sexueller Hinsicht gehorsam sein.
* Eine durch den Ehemann gezwungene Frau zur sexuellen Handlung, gilt nicht als Vergewaltigung.
* Der Mann hat ein Scheidungsrecht die Frau allerdings nicht. Auch wenn sie alle Beweise und Gründe vorweist, kann ihr das Recht auf Scheidung verweigert werden.
* Das Sorgerecht für die Kinder hat der Mann.
* Der Mann hat das Recht 4 Ehefrauen und unendlich viele Konkubinen gleichzeitig zu haben.
* Männer erben doppelt so viel wie Frauen.
* Frauen haben keine Freiheit in Auswahl der Kleidung. Für Frauen gilt die Zwangsverschleierung.
* Sex vor der Ehe hat die Todesstrafe als Folge, entweder durch öffentliche Steinigung bzw. den Strang.
* Frauen-Ehrenmorde sind gesetzlich nicht verboten und steigen von Jahr zu Jahr (Statistik in Etemad Zeitung; 2008 waren es in 7 Monaten 50 Ehrenmorde).
* der Ehemann hat das Recht, seine Frau von der Ausübung eines Berufes abzuhalten. (Artikel 1117). Es bedarf einer Erlaubnis des Ehemannes bzw. Erlaubnis des Vaters für nicht verheiratete Frauen, um einen Beruf ausüben zu können.
* eine Ehefrau muss in dem Haus leben, dass ihr Mann für sie aussucht und darf die Kontrolle über die Ehefrau haben (Artikel 1005).




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